Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen zur Abfallvermeidung in Schleswig-Holstein – Modul 1: Identifizierung von prioritären Stoffströmen bzw. Branchen zur Abfallvermeidung

Hintergrund und Aufgabenstellung

In der novellierten EU-Abfallrahmenrichtlinie werden die Mitgliedsstaaten u.a. zur Förderung der Abfallvermeidung aufgefordert. Die Planung der Abfallvermeidungsmaßnahmen soll in Abfallvermeidungsprogrammen erfolgen. Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit an einem nationalen Programm. Schleswig-Holstein will eigene Bausteine für dieses nationale Abfallvermeidungsprogramm erarbeiten, die auf die Wirtschaftsstruktur des Landes ausgerichtet sind. Für die Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen zur Abfallvermeidung in Schleswig-Holstein hat das MLUR im ersten Schritt eine Studie vergeben, die prioritäre Stoffströme bzw. Branchen zur Abfallvermeidung in Schleswig-Holstein identifiziert um dann, in einer zweiter Studie Vorschläge für Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen bei prioritären Stoffströmen / in prioritären Branchen zu entwickeln.

Ziele und erwartete Ergebnisse

Ziel der Studie ist es, in relevanten, für Schleswig-Holstein typischen Wirtschaftszweigen bzw. Branchen Ansatzpunkte für Abfallvermeidungsmaßnahmen zu identifizieren, die möglicherweise durch landespolitische Maßnahmen erschlossen werden können. Um dieses Ziel zu erreichen sind zunächst die aus Stoffstrom- und Abfallperspektive relevanten und Wirtschaftszweigen oder Branchen zu selektieren und diese in Hinblick auf bestehende Abfallvermeidungspotenziale zu analysieren. Zu diesem Zweck werden verfügbare Branchenanalysen und weitere aktuelle Informationen zusammengeführt und ausgewertet.

In ausgewählten Branche werden dann gezielt Expertengespräche und vertiefende Recherchen durchgeführt, um zu verifizieren, ob die Erschließung bestehender Abfallvermeidungspotenziale durch Maßnahmen der Landespolitik stimuliert und unterstützt werden kann.

Kontakt:

Dirk Jepsen

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