EU-China Environmental Sustainability Programme – Beratung des chinesischen Umweltministeriums zur Minderung von Schwermetall-Emissionen

Hintergrund

Im September 2012 hat China mit der Europäischen Union ein Programm zur Kooperation im Bereich "Nachhaltiger Umweltschutz" unterzeichnet ("Environmental Sustainability Programme"). Das Programm zielt auf eine verstärkte Zusammenarbeit ab, sowie auf die Vermittlung der neuesten technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Umweltschutz aus der EU. Das Programm steht beispielhaft für die zunehmende Etablierung von Umweltschutz in China.

Im Rahmen des Programms werden im Zeitraum 2013 bis 2016 acht Projekte zur Verbesserung der Wasserqualität, zum Abfallmanagement und zur Minderung von Schwermetallemissionen durchgeführt. An den acht Projekten sind 40 Organisationen aus China, Schweden und den Niederlanden beteiligt. An der Auswertung und Erarbeitung von Politikempfehlungen beteiligen sich neben dem chinesischen Umweltministerium Experten aus Institutionen in China, Schweden und Deutschland sowie der UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung).

Deutscher Vertragspartner ist die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die das Projekt im GIZ-Büro in Peking koordiniert.

Ziel und erwartete Ergebnisse

Im November 2015 wurde Ökopol von der GIZ beauftragt, die drei Projekte im Bereich "Minderung von Schwermetallemissionen" zu evaluieren und Politikempfehlungen für das chinesische Umweltministerium daraus abzuleiten. Die Projekte im Rahmen des EU-China Programmes zum nachhaltigen Umweltschutz starteten im August 2013 zu folgenden Themen:

  • Unterstützung bei der Erstellung einer Nationalen Strategie zur Minderung von Schwermetall-Emissionen und Demonstrationsprojekte in besonders belasteten Gebieten
  • Vermeidung und Verminderung der Schwermetallbelastung durch die Bleibatterie-Industrie in China
  • METAlert: Notfallmanagement bei Schwermetallverunreinigungen

Im Rahmen der Beratung sind sechs Arbeitsaufenthalte in China geplant. Die Besuche beinhalten den Austausch mit Projektverantwortlichen der beteiligten Institutionen, die technische Beratung, insbesondere bei der Erstellung von Empfehlungen zur Schwermetallminderung im Rahmen des 5-Jahresplans (2015-2020) und bei Betriebsbesuchen in der Batterie-Industrie. Außerdem bringt Ökopol seine Expertise bei Netzwerktreffen der Projektpartner und bei nationalen Konferenzen ein. Auf den nationalen Konferenzen sollen Zwischen- und Endergebnisse des Projektes vorgestellt und evaluiert werden.

Im Ergebnis erstellt Ökopol mit den chinesischen Projektpartnern einen Bericht über die Projekte zur Schwermetall-Emissionsminderung. Der Bericht fasst die Ergebnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger im chinesischen Umweltministerium.

Environmental Sustainability Programme der EU

GIZ-Projekte in China

Kontakt:

Christian Tebert

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